Geschmeidig Gendern: So sprichst du das Sternchen richtig

Geschmeidig Gendern: So sprichst du das Sternchen richtig

Das Gendersternchen zu sprechen, finden viele unnatürlich und holprig. Wenn man es denn für richtig hält, braucht es eine gewisse Gewöhnungszeit, bis es reibungslos klappt. Denn eigentlich ist die Bewegung, die unsere Stimmlippen dabei machen, uns allen längst geläufig.

Ich selbst fand es noch vor einigen Jahren recht befremdlich, wenn meine politisch sehr bewusste Freundin Sarah in ganz normalen privaten Gesprächen von „Ärzt-Innen“, „Lehrer-Innen“ und „Freund-Innen“ sprach. Und sie sprach auch wirklich privat so, sie verwendete diese Sprachform nicht nur im beruflichen Kontext. Ich respektierte Sarahs Wortwahl, fragte mich aber im Stillen, ob das nicht ein bisschen übertrieben sei, ich meine, wir sind doch hier unter uns.

Und doch brachte mich Sarah zum Nachdenken. Ich hörte mir Beiträge zu dem Thema an, sprach mit verschiedenen Menschen, und dazu kam der immer selbstverständliche Umgang der mich umgebenden Menschen mit dem Gendern, so dass ich nach und nach meine Meinung änderte. Ich gewöhnte mir das Gendern an, beruflich und privat. Und spätestens, seit ich mich beim Schreiben meines Buches für das Gendern entschieden habe, ist mir das Einbeziehen aller Geschlechter in meine Sprache in Fleisch und Blut übergegangen.

Und darüber bin ich froh. Denn wo ich früher immer nur äußerlich eindeutig männliche oder eindeutig weibliche Teilnehmer:innen in meinen Seminargruppen hatte, habe ich in den letzten Jahren mehrfach Menschen gecoacht, die ihr Geschlecht geändert hatten oder sich als Intersex bezeichneten. Ich habe einen hohen Respekt vor diesen Menschen, denn ich ahne, durch welche persönlichen Krisen sie gegangen sein müssen, um die Person zu werden, die sie heute sind – und sich auch mit dieser Klarheit öffentlich zu zeigen. Daher bin ich wirklich froh, dass ich mir das Gendern auch in meiner alltäglichen Sprache seit Jahren immer mehr angewöhne und es sich mittlerweile für mich ziemlich geschmeidig anfühlt.

Ich weiß aber auch, dass der Gebrauch des „-Innen“-Anhängsels zuerst holprig und umständlich daherkommen kann. Und das liegt häufig an der Unsicherheit darüber, wie man das Gendersternchen oder den Genderdoppelpunkt eigentlich richtig ausspricht. Diesen kleinen Knacklaut mitten im Wort: wie macht man den?

Das erkläre ich in diesem Video. Nimm dir ein paar Minuten Zeit und finde deine ganz einfache Lösung für eine respektvolle Sprache, die alle Geschlechter mit einbezieht.

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Anne Kühl Dipl.-Sprecherin, Dipl.-Sprecherzieherin
Helmholtzstraße 22 | 22765 Hamburg | Telefon 0049 - 171 - 4890424 | sprechen (at) annekuehl.de
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